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Qualitätskontrolle für Industriediamant

Qualitätskontrolle für Industriediamantprodukte

Die Qualitätskontrolle ist in alle Stufen eingebunden, die das gelieferte Produkt beeinflussen: von der Wareneingangsprüfung und Prozessüberwachung über die Endprüfung bis zur Chargendokumentation und Versandvorbereitung.

Labortechniker bereitet eine Diamantpulverprobe für die Qualitätskontrolle vor

Überblick zur Qualitätskontrolle

Qualitätskontrolle auf Grundlage der Produktanforderungen

Der dokumentierte Qualitätskontrollprozess umfasst die Prüfung eingehender Materialien, die Überwachung der Produktion, die Endprüfung, die Verwaltung von Chargenaufzeichnungen und die Versandvorbereitung. Welche Prüfungen durchgeführt werden, richtet sich nach dem Produkt und den für den Auftrag festgelegten Anforderungen.

Produktanforderungen

Die jeweiligen Prüfungen werden auf die Produktspezifikation und die Auftragsanforderungen abgestimmt.

Chargeninformationen

Produktions-, Prüf-, Chargen- und Versanddaten werden als zusammenhängende Informationen geführt.

Dokumentenprüfung durch den Einkauf

Einkäufer können für das zu bewertende Produkt bestätigen lassen, welche Dokumente verfügbar sind.

Prozessübersicht

Unser Qualitätskontrollprozess

Qualitätsprüfungen erfolgen an den Stufen, die das gelieferte Material beeinflussen. Die konkreten Prüfmerkmale richten sich nach Produkt und Auftragsanforderungen.

Schritt 01

Wareneingangsprüfung

Schritt 02

Prozessbegleitende Überwachung

Schritt 03

Endprüfung

Schritt 04

Chargenprüfung und Freigabe

Schritt 05

Verpackungs- und Versandkontrolle

Stufe 01

Wareneingangsprüfung

Eingehende Diamantrohstoffe werden vor der Freigabe für die Produktion stichprobenartig geprüft. Die Lieferantenqualität wird ebenfalls in die Wareneingangssteuerung einbezogen.

Kristallform bzw. Partikelmorphologie
Verunreinigungsgehalt und erste Partikelgrößenprüfung
Festigkeit, Farbe, Erscheinungsbild und Chargenkennzeichnung
Optisches Mikroskop zur Beurteilung des Erscheinungsbilds von Industriediamantpartikeln
Die Lichtmikroskopie unterstützt die Beurteilung der Partikelmorphologie bei der Wareneingangs- und Endprüfung.
Techniker dokumentiert die Ergebnisse des Partikelgrößenanalysators während der Qualitätskontrolle im Prozess
Produktionsanlagen und Prüfdaten unterstützen eine reproduzierbare Prozesskontrolle.

Stufe 02

Prozessbegleitende Qualitätskontrolle

Zu den dokumentierten Produktionsstufen für Diamant-Mikropulver gehören Brechen, Kugelmahlen, Klassieren und Reinigen. Die Bediener überwachen an den jeweiligen Stufen die festgelegten Prozessparameter.

Nach dem Klassieren werden Proben entnommen, um Partikelgrößenverteilung und Agglomeration zu beurteilen. Material außerhalb der festgelegten Anforderungen wird erneut bearbeitet und geprüft. Die Freigabe erfolgt erst, wenn die anwendbaren Annahmekriterien erfüllt sind.

Kugelmühlen, Strahlmühlen und Anlagen zur Partikelformung im Luftstrom
Ultraschall-Vibrationssiebe und automatische Klassiersysteme
Zentrifugen zur Abtrennung von Mikropulver und Trocknungsanlagen

Stufen 03 und 04

Endprüfung und Chargenfreigabe

Die Endprüfung umfasst je nach Produkt und Auftrag die Partikelgrößenverteilung D50 und D90, den Verunreinigungsgehalt, die Pulverreinheit, die Dispergierbarkeit, die Produktspezifikation, das Erscheinungsbild, die Unversehrtheit der Verpackung und kundenspezifische Anforderungen. Konformes Material wird zusammen mit den jeweils vorgesehenen Chargenprüfdaten zur Verpackung und zum Versand freigegeben.

Partikelgröße

D50 bezeichnet den Partikeldurchmesser, unterhalb dessen 50 % der gemessenen Verteilung liegen. D90 bezeichnet entsprechend den Wert, unterhalb dessen 90 % der gemessenen Verteilung liegen.

Erscheinungsbild

Kristallform bzw. Partikelmorphologie werden im Wareneingang und bei der Endprüfung beurteilt.

Produkt und Verpackung

Die Verpackung kann an spezifische Kundenanforderungen angepasst werden.

Prüfgeräte und -verfahren

Geräte zur Prüfung von Partikelgröße und Erscheinungsbild

Für die dokumentierte Prüfung stehen ein Laser-Partikelgrößenanalysator OMEC LS-POP(9), ein Partikelgrößenanalysator Microtrac S3500 und ein Lichtmikroskop zur Verfügung.

OMEC LS-POP(9) Laser-Partikelgrößenanalysator

Laser-Partikelgrößenanalysator OMEC LS-POP(9)

Ermittelt die Partikelgrößenverteilung gekennzeichneter Proben.

Microtrac S3500 Partikelgrößenanalysator

Partikelgrößenanalysator Microtrac S3500

Ermittelt die Partikelgrößenverteilung und Kennwerte wie D50 und D90.

Optisches Mikroskop zur Beobachtung des Partikelerscheinungsbilds

Lichtmikroskop

Dient der visuellen Beurteilung der Partikelmorphologie.

Beispiele für Prüfberichte

Beispiele für Partikelgrößenberichte

LS-POP(9)-Bericht zur Partikelgrößenverteilung einer identifizierten Diamantpulverprobe

LS-POP(9)-Bericht zur Partikelgrößenverteilung einer gekennzeichneten Diamantpulverprobe

Microtrac-Analysebericht zur Partikelgröße einer identifizierten Diamantpulverprobe

Microtrac-Bericht zur Partikelgrößenanalyse einer gekennzeichneten Diamantpulverprobe

Chargenkonsistenz und Rückverfolgbarkeit

Chargenaufzeichnungen und Rückverfolgbarkeit

Die dokumentierte Chargenstruktur verknüpft Rohstoffcharge, Produktionsaufzeichnung, Prüfergebnis, Chargennummer und Versandaufzeichnung. Damit lassen sich die Produktions- und Prüfinformationen einer gelieferten Charge nachvollziehen.

Chargenetikett für Diamant-Mikropulver mit Feldern für Korngröße und Chargennummer

Chargenetikett für Diamant-Mikropulver mit Feldern für Partikelgröße und Chargennummer

Etikett einer Industridiamant-Produktverpackung mit Feldern für Produktname, Partikelgröße, Menge und Chargennummer

Verpackungsetikett für ein Industriediamantprodukt mit Feldern für Produktname, Partikelgröße, Menge und Chargennummer

Stufe 05

Verpackungs- und Versandvorbereitung

Die Verpackung erfolgt gemäß den Auftragsanforderungen. Vor dem Versand umfasst die dokumentierte Endkontrolle die Unversehrtheit der Verpackung, Etiketten, Menge bzw. Gewicht, Chargennummer und Begleitdokumente. Verpackungs- und Versandaufzeichnungen werden zusammen mit der Auftragshistorie geführt.

Dokumente

Qualitätsdokumente und Kundenunterstützung

Abhängig von Produkt und Auftragsanforderungen können ein Produktprüfbericht, ein Technisches Datenblatt (TDS), ein Sicherheitsdatenblatt (SDS) und relevante Qualitätszertifikate verfügbar sein. Die Verfügbarkeit ist für das jeweils zu bewertende Produkt zu bestätigen.

Zertifizierungen

Zertifizierte Managementsysteme

ISO 9001Qualitätsmanagementsystem
ISO 14001Umweltmanagementsystem
ISO 45001Managementsystem für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
ISO 50001Energiemanagementsystem
Qualitätstechniker prüft Partikelgrößen-Prüfdaten für Korrekturmaßnahmen
Zur Ursachenanalyse können Produktionsaufzeichnungen, Prüfdaten und Rohstoffinformationen ausgewertet werden.

Nichtkonformität und Korrekturmaßnahmen

Bearbeitung von Qualitätsabweichungen und Korrekturmaßnahmen

Wird während der Produktion eine Qualitätsabweichung festgestellt oder von einem Kunden gemeldet, werden Produkt, Chargennummer, Problembeschreibung, Anwendungsbedingungen und Kundenrückmeldung im dokumentierten Prozess erfasst.

Nicht konformes Material wird, soweit anwendbar, erneut bearbeitet und geprüft. Die Freigabe erfolgt erst nach Erfüllung der jeweiligen Anforderung. Korrekturmaßnahmen können außerdem Produktions- und Prüfprozesse, Mitarbeiterschulungen oder Managementanforderungen betreffen.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Was wird geprüft, bevor Diamantrohstoffe in die Produktion gelangen?

Eingehende Materialien werden vor der Freigabe stichprobenartig geprüft. Zu den dokumentierten Merkmalen gehören Kristallform bzw. Partikelmorphologie, Verunreinigungsgehalt, erste Partikelgrößenprüfung, Festigkeit, Farbe, Erscheinungsbild und Chargenkennzeichnung.

Wie wird die Partikelgröße während der Produktion kontrolliert?

Beim Brechen, Kugelmahlen, Klassieren und Reinigen werden Prozessparameter überwacht. Nach dem Klassieren werden Proben entnommen, um Partikelgrößenverteilung und Agglomeration zu beurteilen, bevor das Material in die nächste Stufe gelangt.

Was geschieht, wenn eine prozessbegleitende Probe die Anforderungen nicht erfüllt?

Das Material wird erneut bearbeitet und geprüft. Es wird erst dann für die nächste Produktionsstufe freigegeben, wenn die anwendbaren Anforderungen erfüllt sind.

Was umfasst die Endprüfung?

Je nach Produkt und Auftrag können Partikelgrößenverteilung D50 und D90, Verunreinigungsgehalt, Pulverreinheit, Dispergierbarkeit, Produktspezifikation, Erscheinungsbild, Verpackungsintegrität und kundenspezifische Anforderungen geprüft werden.

Welche Qualitätsdokumente können verfügbar sein?

Abhängig von Produkt und Auftragsanforderungen können ein Produktprüfbericht, ein TDS, ein SDS und relevante Qualitätszertifikate verfügbar sein.

Wie werden Qualitätsprobleme untersucht?

Erfasst werden Produkt, Charge, Problembeschreibung, Anwendungsbedingungen und Kundenrückmeldung. Anschließend können Produktionsaufzeichnungen, Prüfdaten und Rohstoffinformationen ausgewertet werden, um die Ursache zu ermitteln und Maßnahmen festzulegen.

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