Laser-Partikelgrößenanalysator OMEC LS-POP(9)
Ermittelt die Partikelgrößenverteilung gekennzeichneter Proben.
Qualitätskontrolle für Industriediamant
Die Qualitätskontrolle ist in alle Stufen eingebunden, die das gelieferte Produkt beeinflussen: von der Wareneingangsprüfung und Prozessüberwachung über die Endprüfung bis zur Chargendokumentation und Versandvorbereitung.
Überblick zur Qualitätskontrolle
Der dokumentierte Qualitätskontrollprozess umfasst die Prüfung eingehender Materialien, die Überwachung der Produktion, die Endprüfung, die Verwaltung von Chargenaufzeichnungen und die Versandvorbereitung. Welche Prüfungen durchgeführt werden, richtet sich nach dem Produkt und den für den Auftrag festgelegten Anforderungen.
Die jeweiligen Prüfungen werden auf die Produktspezifikation und die Auftragsanforderungen abgestimmt.
Produktions-, Prüf-, Chargen- und Versanddaten werden als zusammenhängende Informationen geführt.
Einkäufer können für das zu bewertende Produkt bestätigen lassen, welche Dokumente verfügbar sind.
Prozessübersicht
Qualitätsprüfungen erfolgen an den Stufen, die das gelieferte Material beeinflussen. Die konkreten Prüfmerkmale richten sich nach Produkt und Auftragsanforderungen.
Stufe 01
Eingehende Diamantrohstoffe werden vor der Freigabe für die Produktion stichprobenartig geprüft. Die Lieferantenqualität wird ebenfalls in die Wareneingangssteuerung einbezogen.
Stufe 02
Zu den dokumentierten Produktionsstufen für Diamant-Mikropulver gehören Brechen, Kugelmahlen, Klassieren und Reinigen. Die Bediener überwachen an den jeweiligen Stufen die festgelegten Prozessparameter.
Nach dem Klassieren werden Proben entnommen, um Partikelgrößenverteilung und Agglomeration zu beurteilen. Material außerhalb der festgelegten Anforderungen wird erneut bearbeitet und geprüft. Die Freigabe erfolgt erst, wenn die anwendbaren Annahmekriterien erfüllt sind.
Stufen 03 und 04
Die Endprüfung umfasst je nach Produkt und Auftrag die Partikelgrößenverteilung D50 und D90, den Verunreinigungsgehalt, die Pulverreinheit, die Dispergierbarkeit, die Produktspezifikation, das Erscheinungsbild, die Unversehrtheit der Verpackung und kundenspezifische Anforderungen. Konformes Material wird zusammen mit den jeweils vorgesehenen Chargenprüfdaten zur Verpackung und zum Versand freigegeben.
D50 bezeichnet den Partikeldurchmesser, unterhalb dessen 50 % der gemessenen Verteilung liegen. D90 bezeichnet entsprechend den Wert, unterhalb dessen 90 % der gemessenen Verteilung liegen.
Kristallform bzw. Partikelmorphologie werden im Wareneingang und bei der Endprüfung beurteilt.
Die Verpackung kann an spezifische Kundenanforderungen angepasst werden.
Prüfgeräte und -verfahren
Für die dokumentierte Prüfung stehen ein Laser-Partikelgrößenanalysator OMEC LS-POP(9), ein Partikelgrößenanalysator Microtrac S3500 und ein Lichtmikroskop zur Verfügung.
Ermittelt die Partikelgrößenverteilung gekennzeichneter Proben.
Ermittelt die Partikelgrößenverteilung und Kennwerte wie D50 und D90.
Dient der visuellen Beurteilung der Partikelmorphologie.
Beispiele für Prüfberichte
LS-POP(9)-Bericht zur Partikelgrößenverteilung einer gekennzeichneten Diamantpulverprobe
Microtrac-Bericht zur Partikelgrößenanalyse einer gekennzeichneten Diamantpulverprobe
Chargenkonsistenz und Rückverfolgbarkeit
Die dokumentierte Chargenstruktur verknüpft Rohstoffcharge, Produktionsaufzeichnung, Prüfergebnis, Chargennummer und Versandaufzeichnung. Damit lassen sich die Produktions- und Prüfinformationen einer gelieferten Charge nachvollziehen.
Chargenetikett für Diamant-Mikropulver mit Feldern für Partikelgröße und Chargennummer
Verpackungsetikett für ein Industriediamantprodukt mit Feldern für Produktname, Partikelgröße, Menge und Chargennummer
Stufe 05
Die Verpackung erfolgt gemäß den Auftragsanforderungen. Vor dem Versand umfasst die dokumentierte Endkontrolle die Unversehrtheit der Verpackung, Etiketten, Menge bzw. Gewicht, Chargennummer und Begleitdokumente. Verpackungs- und Versandaufzeichnungen werden zusammen mit der Auftragshistorie geführt.
Dokumente
Abhängig von Produkt und Auftragsanforderungen können ein Produktprüfbericht, ein Technisches Datenblatt (TDS), ein Sicherheitsdatenblatt (SDS) und relevante Qualitätszertifikate verfügbar sein. Die Verfügbarkeit ist für das jeweils zu bewertende Produkt zu bestätigen.
Zertifizierungen
Nichtkonformität und Korrekturmaßnahmen
Wird während der Produktion eine Qualitätsabweichung festgestellt oder von einem Kunden gemeldet, werden Produkt, Chargennummer, Problembeschreibung, Anwendungsbedingungen und Kundenrückmeldung im dokumentierten Prozess erfasst.
Nicht konformes Material wird, soweit anwendbar, erneut bearbeitet und geprüft. Die Freigabe erfolgt erst nach Erfüllung der jeweiligen Anforderung. Korrekturmaßnahmen können außerdem Produktions- und Prüfprozesse, Mitarbeiterschulungen oder Managementanforderungen betreffen.
Häufig gestellte Fragen
Eingehende Materialien werden vor der Freigabe stichprobenartig geprüft. Zu den dokumentierten Merkmalen gehören Kristallform bzw. Partikelmorphologie, Verunreinigungsgehalt, erste Partikelgrößenprüfung, Festigkeit, Farbe, Erscheinungsbild und Chargenkennzeichnung.
Beim Brechen, Kugelmahlen, Klassieren und Reinigen werden Prozessparameter überwacht. Nach dem Klassieren werden Proben entnommen, um Partikelgrößenverteilung und Agglomeration zu beurteilen, bevor das Material in die nächste Stufe gelangt.
Das Material wird erneut bearbeitet und geprüft. Es wird erst dann für die nächste Produktionsstufe freigegeben, wenn die anwendbaren Anforderungen erfüllt sind.
Je nach Produkt und Auftrag können Partikelgrößenverteilung D50 und D90, Verunreinigungsgehalt, Pulverreinheit, Dispergierbarkeit, Produktspezifikation, Erscheinungsbild, Verpackungsintegrität und kundenspezifische Anforderungen geprüft werden.
Abhängig von Produkt und Auftragsanforderungen können ein Produktprüfbericht, ein TDS, ein SDS und relevante Qualitätszertifikate verfügbar sein.
Erfasst werden Produkt, Charge, Problembeschreibung, Anwendungsbedingungen und Kundenrückmeldung. Anschließend können Produktionsaufzeichnungen, Prüfdaten und Rohstoffinformationen ausgewertet werden, um die Ursache zu ermitteln und Maßnahmen festzulegen.
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